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Rechnung Primarschulgemeinde 2023

Kommentar zur Rechnung 2023


Das Rechnungsjahr 2023 schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 731 TCHF ab. Budgetiert war ein ausgeglichenes Ergebnis von +14 TCHF. Das bedeutet, dass das Ergebnis um 745 TCHF geringer ausgefallen ist als erwartet.

Massgeblich verantwortlich für das schlechtere Resultat sind Mehrausgaben an den Finanzausgleich und tiefere Steuereinnahmen. 

Gestufter Erfolgsausweis

Nachstehende tabellarische Aufstellung, führt alles Positionen auf, die wesentlich zur Abweichung im Budgetvergleich des operativen Erfolges beitragen (Beträge über 100 Tausend Schweizer Franken): 

+ Ergebnisverbesserung / - Ergebnisverschlechterung

Betrieblicher Aufwand

Personalaufwand

Der Personalaufwand beträgt CHF 22.9 Mio. oder 71% des Gesamtaufwandes und ist um CHF 0.1 Mio. (–0.4%) tiefer ausgefallen als budgetiert – eine Punktlandung.

Im Vorjahresvergleich ist ein planmässiger Anstieg im Personalbereich um rund 1.4 Mio. oder 7% zu verzeichnen. Darin widerspiegeln sich einerseits die teuerungsbedingten Lohnanpassungen und andererseits die zusätzlichen Klassen- und Kindergartenabteilungen, bedingt durch die steigenden Schülerzahlen.


Kindergarten und Primarschule

So starteten im August 2023 auf Kindergartenstufe die beiden Naturkindergartenabteilungen, die im Schulzentrum Seetal sowie im Schulzentrum Bernegg angesiedelt sind. Im Kindergarten Freieweg wird seit Schuljahresbeginn eine zusätzliche Halbklasse geführt.

Auf der Primarschulstufe sind zwei zusätzliche Klassen ins neue Schuljahr gestartet: eine erste Primarschulklasse im Schulzentrum Seetal und eine weitere im Schulzentrum Wehrli.

Unser Budget beinhaltet stets einen gewissen Spielraum für Fördermassnahmen. Durch den flexiblen Förderpool erhalten die Schulleitungen die Möglichkeit, auf herausfordernde Klassensituationen zu reagieren und optimale Rahmenbedingungen für alle Beteiligten zu schaffen. Der Förderpool wurde beim übrigen Förderpersonal mit 195 TCHF über Budget beansprucht. Dies konnte mit geringeren Ausgaben bei den Sonderklassen und der Schulischen Heilpädagogik kompensiert werden.

Aufgrund des Flüchtlingsstroms aus der Ukraine sowie einer deutlich gestiegenen Zuwanderung aus anderen fremdsprachigen Ländern wurde die höhere Dotation der Integrationsklasse im laufenden Schuljahr 2023/2024 weitergeführt. Der Kanton beteiligt sich im Rahmen von 70 TCHF daran. Der Flüchtlingsstrom ist auch im Bundesasylzentrum spürbar, sodass dort per 1. Januar 2024 bereits die dritte Klasse eröffnet worden ist. Obschon die Kosten vom Kanton getragen werden, beschäftigen uns die Organisation der Infrastruktur, die Rekrutierung von Lehrpersonal sowie die Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Migration SEM zusehends. Wir haben deshalb eine Ad-hoc-Kommission eingesetzt, welche das bestehende Konzept überprüft und es den aktuellen Rahmenbedingungen anpassen soll. Dabei steht auch ein Besuch im Durchgangszentrum Altstätten an

Erfreulicherweise sind die Stellvertretungskosten bei den Lehrpersonen mit 350 TCHF um 113 TCHF niedriger als im Vorjahr (503 TCHF) ausgefallen und bewegen sich wieder auf das Niveau von vor der COVID-19-Pandemie zu. Dies ist zu einem Teil auf eine geringere Anzahl von Stellvertretungen infolge Mutterschaft zurückzuführen: Diese sind grösstenteils durch Entschädigungen im Rahmen der Erwerbsausfallversicherung kompensiert worden. Ungeachtet dessen waren die Schulleitungen und das Sekretariat mit der kurzfristigen Besetzung von Stellen – im Sinne von «Schule findet statt» – gefordert.


Vorschulstufe

Im August haben wir mit dem «Logomobil» eine mobile Logopädiestelle im Bereich Vorschulstufe initiiert. Die Stelle ist mit einem 50-Prozent-Pensum dotiert. Die Therapeutin besucht Familien mit Vorschulkindern und führt die Therapie bei ihnen zu Hause durch. Dank dieser Massnahme haben wir die Warteliste für Logopädietherapien abbauen und gleichzeitig eine zeitnahe Therapie sicherstellen können. Die bereits gemachten Erfahrungen mit dem «Logomobil» sind durchwegs positiv.


Tagesbetreuung

Die anhaltend hohe Nachfrage nach familienergänzender Tagesbetreuung und die damit einhergehend grössere Personaldecke hat eine Reorganisation der Standorte bedingt. So haben wir im vergangenen Jahr pro Hortstandort eine Standortleitung eingeführt sowie übergeordnet eine pädagogische Leitung in einem 60%-Pensum. Sie unterstützt die Leitung Tagesbetreuung und übernimmt deren Stellvertretung. Die Anpassungen haben sich bisher bewährt und ermöglichen, mit den wachsenden Strukturen weiterhin eine qualitativ wertvolle Betreuung sicherzustellen. Die professionelle Führung, die gute fachliche Betreuung, eine angenehme Atmosphäre und abwechslungsreiche Spielangebote für die Schülerinnen und Schüler hat der kantonale Aufsichtsbericht vom Oktober 2023 besonders positiv hervorgehoben.


Verwaltung

Neu ist die Volksschule zuständig für die Umsetzung der frühen Sprachstandserfassung. Im Hinblick auf das Schuljahr 2024/2025 haben wir frühzeitig Leistungsvereinbarungen mit elf lokalen Anbietern getroffen. Damit bieten wir allen Kindern mit einem Bedarf die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Um die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen und für die Vorbereitung und die Umsetzung dieser neuen Aufgabe haben wir eine zusätzliche 20%-Stelle geschaffen. Sie ist im Präsidium angesiedelt.


Allgemein

Dem Budget 2023 zugrunde lag folgende Annahme: Aufgrund der Turbulenzen an den Anlagemärkten 2022 wird der Deckungsgrad der Pensionskasse auf unter 100% sinken. In der Folge hätten die angeschlossenen Arbeitgeber 2023 einen Sanierungsbeitrag an die Pensionskasse leisten müssen. Schlussendlich resultierte jedoch ein Pensionskassen-Deckungsgrad von 102.6%. Somit entfielen die Sanierungsbeiträge 2023 und die Arbeitgeberbeiträge waren um 143 TCHF geringer als budgetiert.

Sachaufwand

Die Ausgaben im Bereich Sach- und Betriebsaufwand belaufen sich auf CHF 3.9 Mio. und entsprechen dem Budget. Im Vorjahresvergleich resultiert ein planmässiger Kostenanstieg von CHF 0.5 Mio. (CHF 3.4 Mio.).

Rund ein Viertel des Sachaufwands oder 950 TCHF wurden für den Material- und Warenaufwand verwendet. Es ist anzumerken, dass ein spürbarer Preisanstieg bei Lehr- und Lebensmitteln im Schulbereich sowie bei Betriebs- und Verbrauchsmaterial für Hauswartungen zu verzeichnen ist. Trotz dieser Herausforderungen blieben die Kosten insgesamt um 45 TCHF unter dem Budget. Dies ist auf den massvollen und haushälterischen Umgang mit den vorhandenen Mitteln zurückzuführen.

Insgesamt sind Anschaffungen von 230 TCHF bei Mobilien, Geräten und Hardware erfolgt (Vorjahr: 279 TCHF). Die zusätzlichen Kindergartenabteilungen und Klassenzüge konnten zu einem grossen Teil mit Reservemöbeln ausgestattet oder dank der Umlagerung von Mobiliar von einem zum anderen Standort möbliert werden. Total haben wir Mobiliar für 79 TCHF beschafft. Verschiedene Klassenzimmer sind mit Rollmöbeln ergänzt worden. Im Schulzentrum Wehrli sind 8 zusätzliche Tische und im Schulzentrum Schreiber 24 Stühle erforderlich gewesen. Im Kindergarten Lummerland haben wir die alten Tische ersetzt und im neuen Kindergarten Freieweg die Kindergartentische sowie Holzspielgeräte ergänzt.

Im Bereich Geräte wurden 91 TCHF aufgewendet. Einige Musikinstrumente im Schulzentrum Schreiber mussten wir altershalber ersetzen. In den Schulzentren Wehrli und Bernegg haben wir den Bestand um einige Instrumente ergänzt.

Die Hauswartung beanspruchte rund 60 TCHF für den Ersatz und die Erneuerung von Geräten. Darin enthalten ist auch die Beschaffung jeweils eines Wasserspenders pro Schulzentrum.

Die Hardware-Anschaffungen belaufen sich auf 31 TCHF. Im Vorjahr waren es 39 TCHF.

Die Budgetierung der Energiekosten für das Jahr 2023 gestaltete sich aufgrund der Energiekrise 2022 als herausfordernd. Für die Ver- und die Entsorgung im Liegenschaftsbereich haben wir 466 TCHF budgetiert. Die tatsächlichen Ausgaben belaufen sich auf 468 TCHF (13% des Sachaufwandes). Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass wir dank bereits durchgeführter Sanierungsmassnahmen die Energieeffizienz haben steigern können – das schlägt sich in geringeren Verbrauchszahlen nieder.

Die Ausgaben im Bereich Dienstleistungen und Honorare belaufen sich auf 524 TCHF, während im Budget 477 CHF vorgesehen waren. Der Kostenüberhang ist vor allem auf die erweiterte Plandigitalisierung der Schulzentren mit rund 60 TCHF zurückzuführen.

Insgesamt wurden 176 TCHF für externe Berater und Fachexperten sowie IT-Applikations-Support eingesetzt. Die Honorare für privatärztliche Tätigkeiten belaufen sich auf 114 TCHF. Ein Grossteil davon betrifft die Anfertigung von Gebissabdrücken der Schulzahnklinik.


Die Versicherungskosten sind aufgrund der Tarifanpassung der Gebäudeversicherung Thurgau um 10 TCHF höher als erwartet.


Der aktuelle Gebäudeversicherungswert der Primarschulliegenschaften beläuft sich auf rund CHF 95 Mio. Für den baulichen Unterhalt wurden 906 CHF budgetiert, verwendet wurden 991 TCHF (Vorjahr: 773 TCHF). Den Mehrkosten stehen Versicherungsersatzleistungen für Schadenfälle im Umfang von 46 TCHF gegenüber.

Die grössten Positionen sind nebst den wiederkehrenden allgemeinen Positionen jene für den regelmässigen Service und den Unterhalt der Schul- und Sportanlagen.

Seetal:

  • Schliessanlage auf neues Salto-System umgebaut
  • Brandschutzmassnahmen Seetal und Kurzrickenbach erste Etappe umgesetzt
  • Ersatz div. Beschattungsanlagen im ganzen Schulzentrum
  • Kurzrickenbach zusätzliche Umbauten im Korridor (alles auf LED umgestellt)

Schreiber:

  • Ersatz Bodenbelag Turnhalle (nach Umbau nötig)
  • Diverse naturnahe Umgebungsgestaltungen
  • Schliessanlageerweiterung mit neuem Salto-System 
  • Diverse Natursteinreparaturen Schulhaus Schreiber

Wehrli:

  • Torggel-Sanierung feuchter Wände 
  • Kindergarten Lummerland: Ersatz Heizungssteuerung
  • Bachweg: innere Malerarbeiten im ganzen Haus
  • Sicherheitsmassnahmen mit Baumfällungen (Wäldli)
  • Hauswartwohnung für neuen Mieter ertüchtigt

Bernegg:

  • Schliessanlage auf neues Salto-System umgebaut
  • Diverse naturnahe Umgebungsgestaltungen
  • Ersatz der Uhrenanlage inkl. Pausengong
  • Ersatz div. Beschattungsanlagen im ganzen Schulzentrum
  • Ersatz Verkleidungen/Absturzsicherung Pavillon beim Schulhaus Emmishofen

Die Lager und die Schulreisen sind prägende Erlebnisse im schulischen Werdegang eines jeden Kindes. Es ist erfreulich festzustellen, dass unsere Lehrpersonen nach Jahren der Einschränkungen diese Aktivitäten wieder mit viel Engagement und einer gewissen Planungssicherheit durchführen können, abgesehen von witterungsbedingten Einschränkungen (Schneemangel, Wetterkapriolen). Insgesamt wurden für Exkursionen, Schulreisen und Lager 213 TCHF benötigt, während im Budget 260 TCHF vorgesehen waren.


Insgesamt kann bei einer Budgetabweichung von 22 TCHF oder 0.57% im Sach- und übrigen Betriebsaufwand von einer Punktlandung gesprochen werden. Ein Dank allen Schulleitungen, dem pädagogischen und dem Lehrpersonal, den Hortmitarbeitenden, dem Hausdienst, den Mitarbeitenden der Schulzahnklinik sowie den Verwaltungsmitarbeitenden für den umsichtigen Einsatz der verfügbaren Mittel.

Abschreibungen

Der Abschreibungsaufwand beträgt analog dem Vorjahr CHF 1.0 Mio. und fällt um 106 TCHF niedriger aus als budgetiert. Diese Differenz resultiert aus Verzögerungen beim Bau, insbesondere bei der Heizungssanierung im Schulzentrum Bernegg. Sie wird im Frühling 2024 fertiggestellt.

Transferaufwand/ Finanz- und Lastenausgleich

Der gesamte Transferaufwand beläuft sich auf CHF 4.0 Mio. (Budget CHF 3.6 Mio.). 

Die Zahlungen der Primarschulgemeinde an den Finanzausgleich des Kantons betrugen im vergangenen Jahr gesamthaft CHF 3.2 Mio. Budgetiert waren CHF 2.5 Mio. Im Vorjahr beliefen sich die Beitragszahlungen auf CHF 2.7 Mio. 

Die Budgetierung der Beitragszahlungen ist herausfordernd, da die meisten Parameter nicht durch die Schulgemeinde beeinflussbar sind. Insbesondere die Entwicklung der Schülerzahlen und die Steuerkraft spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Erfreulicherweise fallen die Entschädigungen an Gemeinwesen mit 150 TCHF tiefer aus als budgetiert. Dies ist im Wesentlichen auf die geringeren Kosten der Bezugsprovision für die Steuererhebung zurückzuführen. Seit dem 1. Januar 2023 ist der Kanton für die Erhebung der Quellensteuer zuständig. Damit entfallen die auf die Steuer geschuldeten Provisionen an die Stadt Kreuzlingen und die Gemeinde Kemmental (Bätershausen).


Betrieblicher Ertrag

Steuern

Der gesamte Fiskalertrag für 2023 wurde mit CHF 26.0 Mio. veranschlagt, dies bei einem um 1% tieferen Steuerfuss von 46% gegenüber dem Vorjahr (CHF 25.4 Mio.).

Die Rechnung 2023 schliesst mit CHF 25.0 Mio. ab. Die um CHF 1 Mio. geringeren Steuereinnahmen resultieren massgeblich aus geringeren Steuereinnahmen von Quellensteuerpflichtigen (–CHF 0.7 Mio.) und den Einkommenssteuern von natürlichen Personen (–CHF 0.2 Mio.). Die Einnahmen von juristischen Personen blieben mit rund CHF 0.1 Mio. unter den Budgeterwartungen. Die Steuerkraft verringerte sich um 0.03% im Vorjahresvergleich oder um CHF 34 pro Einwohnerin bzw. Einwohner.

Das Ergebnis wäre besser ausgefallen, wenn der niedrige Veranlagungsstand bei den natürlichen Personen, insbesondere bei den Quellensteuerpflichtigen, mit einem Betrag von 728 TCHF nicht negativ zu Buche geschlagen hätte. Die nötige Reorganisation der Steuerverwaltung hinterlässt Spuren in Form von tiefen Steuerveranlagungszahlen.

Die teuerungsbedingten Lohnerhöhungen und die niedrige Arbeitslosenquote haben höhere Einnahmen vermuten lassen als tatsächlich eingetroffen sind. Auf eine Abgrenzung wurde verzichtet, da sie entgegen der gängigen Praxis und ohne vorliegende definitive Veranlagung schwer abschätzbar ist.


Schul- und Kursgelder

Die Gesamteinnahmen betragen CHF 2.5 Mio. Sie fallen um 41 TCHF geringer aus als budgetiert.

Während die Tagesbetreuung die Umsatzvorgaben um 25 TCHF übertroffen hat, verzeichnet die Schulzahnklinik eine Umsatzeinbusse von 132 TCHF gegenüber dem Budget. Leicht angestiegen sind hingegen die Erträge aus den sonstigen Verkäufen (iPad) sowie die Einnahmen aus Hallennutzungen.

Die Tagesbetreuung verzeichnet einen Umsatzzuwachs, der vor allem auf das Ferienangebot zurückzuführen ist. Das abwechslungsreich gestaltete Ferienprogramm erfreut sich zunehmender Nachfrage. Zusätzlich haben die Mitarbeitenden der Tagesbetreuung erstmals die Organisation des freiwilligen Sommerlagers im Ferienhaus Fünfländerblick übernommen, das ebenfalls auf grosses Interesse gestossen ist. Finanziert wird die schulergänzende Betreuung zu 45% aus Elternbeiträgen und zu 55% durch Beiträge von Stadt und Schule. Die Tarife sind seit 2019 unverändert und im kantonalen Vergleich eher tief. Teuerungsbedingt wird auf das kommende Schuljahr hin eine moderate Tarifanpassung geprüft.

Die Schulzahnklinik verzeichnet den Umsatzrückgang insbesondere bei den Nachbargemeinden. Einige Schulgemeinden haben im Vorjahr die Leistungsvereinbarung mit der Schulzahnklinik gekündigt. Diese Lücke konnte auch aufgrund eines zeitweilig bestehenden Personalengpasses nicht durch anderweitige Mehrleistungen kompensiert werden.

Der Fachkräftemangel und die veränderten Haltungsansprüche seitens des Personals begleiten beide Abteilungen. Mit dem Verkauf der Schulzahnklinik per 1. Januar 2024 reduzieren sich das unternehmerische Risiko und die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Führung einer schulzahnärztlichen Praxis.


Finanzerträge

Die Liegenschaft Schmittenstrasse 8 (Pfadiheim) wurde planmässig neu bewertet. Aufgrund der allgemeinen Wertsteigerung bzw. Teuerung ist die Bewertung höher ausgefallen als bisher im finanziellen Anlagevermögen verbucht. Dies hat zu einer Wertberichtigung von +146 TCHF geführt.

Transfererträge

Der Transferertrag von insgesamt CHF 3.2 Mio. setzt sich zusammen aus: Einnahmen der Grundstückgewinnsteuern CHF 1.6 Mio., Schulgeldern und Entschädigungen für erbrachte Dienstleistungen gegenüber der Sekundarschule sowie auswärtigen Schulgemeinden (CHF 0.2 Mio.), Direktzahlungen des Kantons an die integrative Beschulung (CHF 0.5 Mio.) sowie dem Beitrag der Stadt an die Tagesbetreuung (CHF 0.8 Mio.).

2023 verzeichnen wir bei den Grundstückgewinnsteuern Einnahmen in der Höhe von CHF 1.65 Mio. Dies sind CHF 0.3 Mio. mehr als budgetiert und CHF 0.5 Mio. mehr als im Vorjahr (CHF 1.15 Mio.). 

Die Einnahmen sind erneut gestiegen, was hauptsächlich auf den regen Handel mit Immobilien und Grundstücken zurückzuführen ist. Die kürzlich durchgeführte Zonenplanänderung hat diese Entwicklung ebenfalls begünstigt.

Wir erwarten auch zukünftig ein Bevölkerungswachstum und damit einhergehend steigende Schülerzahlen. Im Jahr 2024 werden die Abstimmungsbotschaften zur Schulraumerweiterung in den Schulzentren Wehrli und Seetal dem Souverän vorgelegt.


Ergebnisverwendung

Der Aufwandüberschuss von insgesamt CHF 731'204 fällt um CHF 744’707 höher aus als budgetiert. Der Verlust soll mit dem freien Eigenkapital aus Bilanzüberschüssen der Vorjahre verrechnet werden. Dadurch kann das über die vergangenen Jahre angehäufte und strukturell bedingt überhöhte Eigenkapital massvoll reduziert werden.

Auf eine Einlage in die Reserven für Baufolgekosten verzichten wir bewusst, obwohl dies auch bei einem negativen Geschäftsergebnis möglich gewesen wäre.

Das Eigenkapital (inkl. zweckgebundener Eigenmittel) beträgt nach Zuweisung der Gewinnverwendung CHF 19.6 Mio. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 61.5%. Ohne zweckgebundene Eigenmittel sind es 33%. Die Eigenkapitalquote bemisst den Anteil des Eigenkapitals am laufenden Aufwand und sollte sich laut kantonalen Vorgaben zwischen 20 und 40% bewegen.