Kommentar zur Rechnung 2025
Das Rechnungsjahr 2025 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 3'285 TCHF ab. Im Budget war ein Verlust von 1'118 TCHF veranschlagt.
Diesen «Zustupf in die Kasse» bescheren uns hauptsächlich Nachholeffekte bei den Steuern aus Vorjahren. Dies ist ein Glücksfall in Anbetracht des grossen Bauvolumens und des damit einhergehenden Finanzierungsbedarfs von über CHF 35 Mio. in den kommenden zwei Jahren.
Ohne diese Mehreinnahmen hätte, trotz der im vergangenen Jahr bewilligten Steuerfussanpassung, ein negatives Ergebnis resultiert. Das bedeutet, dass wir weiterhin sehr sorgfältig und umsichtig mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umgehen werden.
Gestufter Erfolgsausweis
Nachstehende tabellarische Aufstellung führt Positionen auf, die wesentlich zur Abweichung im Budgetvergleich beitragen (Beträge über 100'000 Schweizer Franken):
+ Ergebnisverbesserung / - Ergebnisverschlechterung
Personalaufwand
Der Personalaufwand beträgt CHF 24.7 Mio. (Vorjahr CHF 23.5 Mio.), was 70% des Gesamtaufwandes entspricht. Er liegt um CHF 0.4 Mio. (–1.77%) unter dem Budget und bedeutet somit eine Punktlandung.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Personalaufwand planmässig um CHF 0.7 Mio. (+3%). Dies ist auf generelle Lohnanpassungen aufgrund der Teuerung sowie auf die Eröffnung neuer Klassen infolge steigender Schülerzahlen zurückzuführen.
Kindergarten und Primarschule
Im aktuellen Schuljahr betreiben wir 21 Kindergartenabteilungen, darunter einen Naturkindergarten. Per Schuljahr 25/26 schlossen wir eine Naturkindergartenabteilung und eine halbe Abteilung im «Freieweg», da die Kinderzahlen auf Kindergartenstufe für das genannte Schuljahr rückläufig waren.
Auf der Primarschulstufe hingegen eröffneten wir drei zusätzliche Klassen: je eine erste Klasse in den Schulzentren Seetal und Bernegg sowie eine weitere im Schulzentrum Wehrli.
Für diese Klasseneröffnungen planten wir im Budget entsprechende Reserven ein. Wir mussten sie jedoch nicht vollumfänglich beanspruchen. Auch künftig sind im Budget ausreichende Reserven vorzusehen, um auf kurzfristige Entwicklungen reagieren zu können. Die zunehmende Dynamik bei Zu- und Wegzügen von Familien erfordert sowohl organisatorische als auch finanzielle Flexibilität.
Der kantonale Teuerungsausgleich betrug 0.5% und lag damit unter den budgetierten 1%. Zudem führte die Anpassung der Anzahl Halbklassen im Französischunterricht zu einer leichten Reduktion der Kosten im Regelunterricht. Diese Anpassung entspricht den kantonalen Vorgaben und erfolgte im Rahmen einer Kostenüberprüfung.
Die Stellvertretungskosten verblieben auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Ein Teil dieser Mehrkosten ist auf Stellvertretungen infolge unbezahlter Urlaube – unter anderem im Anschluss an Mutterschaftsurlaube – zurückzuführen. Die entsprechenden Lohnkürzungen sind im Bereich des Regelunterrichts sichtbar. Wegen der tieferen Lohnsumme reduzierten sich auch die Arbeitgeberbeiträge im Vergleich zum Budget.
Vorschulstufe
Die Schulgemeinde ist für die logopädische Therapie von Vorschulkindern zuständig. Bislang wurden diese Leistungen durch eine 50%-Stelle abgedeckt.
Um bestehende Wartelisten abzubauen und die vom Kanton vorgegebenen Therapien zeitnah sicherzustellen, erhöhten wir die Stellendotation per 2026.
Tagesbetreuung
Die hohe Nachfrage nach der Mittagsbetreuung führte zu einer erneuten Erweiterung der Hortplätze. Das Mittagsangebot konnten wir dank einer organisatorischen Umstellung ausbauen. Den daraus resultierenden zusätzlichen Personalbedarf deckten wir innerhalb des Budgets ab. Entlastend wirkte zudem die temporäre Unterstützung der Tagesbetreuung durch einen Mitarbeitenden des pausierenden Timeout-Angebots der Sekundarschule.
Schulsozialarbeit
Die Schulsozialarbeit wurde 2025 neu ausgerichtet. Seit Beginn des Schuljahres 25/26 ist die Schulsozialarbeit mit erhöhtem Pensum direkt in den Schulhäusern präsent und eng in die Schulstrukturen eingebunden.
Die Personalkosten in diesem Bereich liegen mit 20 TCHF über Budget. Diese Mehrkosten stehen im Zusammenhang mit der strategischen Stärkung dieses Angebots, welches angesichts zunehmender psychosozialer Herausforderungen bei Jugendlichen an Bedeutung gewinnt.
Sachaufwand
Die Ausgaben beim Sach- und Betriebsaufwand beziffern sich auf CHF 3.8 Mio. und entsprechen dem bugetierten Wert (Budget Vorjahr CHF 3.8 Mio.).
Material- und Warenaufwand
Rund ein Viertel des Sachaufwands oder 969 TCHF entfällt auf den Material- und Warenaufwand (Vorjahr 935 TCHF).
Lehrmittel und das Schulmaterial schlagen dabei mit 447 TCHF zu Buche, während die Lebensmittel bzw. die Mittagessen für die Tagesbetreuung 322 TCHF ausmachen.
Die Ausschreibung für die wöchentliche Zubereitung von rund 1300 Mahlzeiten für Kinder und Betreuungspersonen erfolgte auf simap.ch in zwei Losen. Bei der Evaluation standen nicht nur Preis und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund, sondern auch eine saisonale, ausgewogene und kindgerechte Ernährung, Nachhaltigkeit sowie regionale Produkte.
In diesem Jahr steht die Ausschreibung für das Schulmaterial an.
Nicht aktivierbare Anlagen
Im Jahr 2025 investierten wir 166 TCHF für Mobilien, Geräte und Hardware (Vorjahr 263 TCHF).
Für Mobiliar wendeten wir 75 TCHF auf. Davon entfielen 29 TCHF auf Ersatzbeschaffungen im Kindergarten- und im Schulbereich. Im Zusammenhang mit der Eröffnung des Kompetenzzentrums Schulsozialarbeit am Standort des früheren Timeout-Angebots ergänzten wir das bestehende Mobiliar mit zusätzlichen Arbeitsplätzen im Umfang von 16 TCHF. Der Hort benötigte im Zuge der Erweiterung des Mittagsangebots zusätzliches Mobiliar im Umfang von 22 TCHF.
Für Geräte wurden 52 TCHF eingesetzt, wovon 39 TCHF auf Ersatzanschaffungen in der Hauswartung entfielen.
Die Hardwareanschaffungen beliefen sich auf 35 TCHF.
Ver- und Entsorgung Liegenschaften
Die Ver- und Entsorgungskosten beliefen sich im Jahr 2025 auf 430 TCHF. Im Budget waren 456 TCHF veranschlagt.
Die Investitionen in die nachhaltigen Heizsysteme zeigen sich in geringeren Heizkosten und der Kostenumlagerung von fossilen Mitteln (Gas/Öl) auf Stromkosten. Im Vorjahr waren die Kosten der Versorgung tiefer aufgrund einer einmaligen Kostenrückerstattung für zu hohe Wasserrechnungen in den Vorjahren.
Dienstleistungen und Honorare
Die Kosten für Dienstleistungen, Honorare und Support beliefen sich im Jahr 2025 auf 606 TCHF und lagen damit leicht über dem budgetierten Wert.
Den grössten Anteil machten Honorare für externe Beraterinnen und Berater mit 342 TCHF aus. Weitere wesentliche Positionen waren Informatiknutzungskosten von 107 TCHF sowie Sachversicherungen von 64 TCHF. Die Informatik- und Versicherungskosten bewegen sich damit auf dem Niveau des Vorjahres.
Die höheren Beratungskosten sind insbesondere auf temporäre Vakanzen in der Schulleitung Bernegg zurückzuführen sowie auf externe Stellvertretungen im Bereich Payroll. Zusätzlich führte der erhöhte Bedarf an Plätzen in der vorschulischen Sprachstandserfassung zu Mehrkosten, da entsprechende Entschädigungen an Anbieter von Deutschförderplätzen zu leisten waren. Im Weiteren fielen Kosten für die zweite Etappe der Reorganisation der langfristigen Archivlösung in Zusammenarbeit mit dem Thurgauer Staatsarchiv an.
Baulicher und betrieblicher Unterhalt
Die Kosten für Dienstleistungen, Honorare und Support beliefen sich im Jahr 2025 auf 606 TCHF und lagen damit leicht über dem budgetierten Wert.
Neben den wiederkehrenden allgemeinen Unterhaltsarbeiten sowie dem regelmässigen Service an den Schul- und Sportanlagen wurden folgende grössere bauliche Massnahmen umgesetzt:
Seetal/Kurzrickenbach
- Umsetzung Brandschutzmassnahmen in Turnhalle
Schreiber/Felsenschlössli
- Einbau Lüftungsgeräte in Gruppenraum und Putzraum Turnhalle
- Anpassung Rinne und Kiesplatz bei Brunnen Schreiber
- Anpassung Vorplatz bei Schulhaus Bodan
- Neuer Vorplatz bei Nebeneingang Turnhalle
Wehrli/Rosenegg
- Windfang Torggel erneuert inklusive Schliessung
- Küchenerweiterung Hort Bachweg
Bernegg/Emmishofen
- Mobiliar für neuen Standort Schulsozialarbeit
- Umnutzung Öltankraum in Hauswartraum
Mieten, Leasing, Pachten, Benützungsgebühren
Die Gesamtkosten in diesem Bereich beliefen sich im Jahr 2025 auf 385 TCHF, während im Budget 356 TCHF veranschlagt waren (Vorjahr 284 TCHF).
Mehrere Kindergartenabteilungen und Primarschulklassen nutzen Turnhallen der Sekundarschulgemeinde. Aufgrund des steigenden Raumbedarfs wurde eine transparente Kostenverrechnung notwendig, die nun erstmalig für das gesamte Kalenderjahr greift.
Die Miet- und Benützungsgebühren für Mobilien sowie Leasingkosten betrugen im vergangenen Jahr 180 TCHF (Vorjahr 138 TCHF). Nach einer Gesamtausschreibung leasen wir seit August 2025 sämtliche Drucker- und Kopiergeräte. Bisher mieteten wir nur zentrale Kopiergeräte, während Kleindrucker gekauft wurden.
Im Zuge der Überprüfung der Kostenstrukturen entschieden wir, die Schülertablets künftig nicht mehr zu leasen, sondern sie zu kaufen. Gleichzeitig wurde die Nutzungsdauer von drei auf sechs Jahre verlängert. Dadurch entstehen in der Übergangszeit zwar höhere Anschaffungskosten bei der Hardware, langfristig jedoch Einsparungen.
Spesenentschädigungen
Ausserschulische Lernangebote, Schulreisen und Lager sind prägende Erlebnisse im schulischen Werdegang und tragen wesentlich zur sozialen, kulturellen und persönlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler bei.
Im Jahr 2025 wurden für Projektwochen, kulturelle Angebote, Exkursionen, Schulreisen und Lager 223 TCHF aufgewendet (Vorjahr 175 TCHF). Damit lagen die tatsächlichen Kosten leicht unter den budgetierten 243 TCHF, wobei das Budget stets den maximalen Kostenrahmen beinhaltet, der den Lehrpersonen zur Verfügung steht. Dieser wurde nicht beansprucht.
Die Schulgemeinde möchte den Schülerinnen und Schülern auch zukünftig ein vielfältiges ausserschulisches Lernangebot ermöglichen.
Abschreibungen
Der Abschreibungsaufwand belief sich im Jahr 2025 auf CHF 1.2 Mio. und entsprach damit dem Budget.
Finanzaufwand
Der Zinsaufwand lag im Jahr 2025 bei 128 TCHF und damit deutlich unter dem budgetierten Wert von 200 TCHF.
Aufgrund des erfreulichen Einnahmenüberschusses mussten wir weniger Fremdmittel aufnehmen als ursprünglich angenommen. Zudem präsentierte sich das Zinsumfeld weiterhin stabil. Dadurch blieben die Fremdkapitalkosten im Rahmen.
Per 31. Dezember 2025 waren langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von CHF 17 Mio. bilanziert. Im Februar 2026 stand die Refinanzierung eines Kredits über CHF 2 Mio. an.
Angesichts der geplanten Bauprojekte wird sich die Verschuldung der Primarschule in den kommenden Jahren deutlich erhöhen, was zu einem entsprechenden Anstieg des Finanzaufwands führen dürfte. Eine vorausschauende Finanz- und Investitionsplanung bleibt daher von zentraler Bedeutung, um die finanzielle Handlungsfähigkeit langfristig zu sichern.
Transferaufwand / Finanz- und Lastenausgleich
Der Transferaufwand, der Transaktionen mit anderen Körperschaften und Beiträge an Gemeinwesen und Dritte umfasst, belief sich im Jahr 2025 auf CHF 4.7 Mio. Damit lag er CHF 0.1 Mio. unter dem budgetierten Betrag von CHF 4.8 Mio.
Die Zahlungen an den kantonalen Finanzausgleich betrugen CHF 3.7 Mio. (Budget CHF 3.8 Mio., im Vorjahr effektiv CHF 3.9 Mio.). Die Berechnung dieser Beiträge ist komplex, da zahlreiche externe Einflussfaktoren ausserhalb unseres direkten Handlungsspielraums liegen. Besonders die Entwicklung der kantonalen Schülerzahlen sowie die Steuerkraft spielen eine wesentliche Rolle. Angesichts der im Finanzjahr 2025 gestiegenen Steuerkraft ist von steigenden Beiträgen an den Finanzausgleich auszugehen.
Betrieblicher Ertrag
Steuern
Bei einem Steuerfuss von 50% (Vorjahr +4%) belief sich der gesamte Fiskalertrag im Jahr 2025 auf CHF 31.7 Mio. (Budget CHF 34.2 Mio.). Die gegenüber dem Budget ausgewiesenen Mehrerträge von CHF 3.2 Mio. sind im Wesentlichen auf Nachholeffekte aus Vorjahren zurückzuführen und dürften sich in dieser Form nicht nachhaltig fortsetzen.
Die Steuermehrerträge verteilen sich wie folgt:
- Natürliche Personen: + CHF 1.61 Mio.
- Quellensteuern: + CHF 0.86 Mio.
- Juristische Personen: + CHF 0.75 Mio.
Dank dieser Mehreinnahmen aus Vorjahren stieg die Steuerkraft gegenüber dem Vorjahr um 6.5%, was einem Zuwachs von CHF 146 pro Einwohnerin bzw. Einwohner entspricht. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung kurz- bis mittelfristig normalisieren wird.
Rückerstattungen, Schul- und Kursgelder
Die Gesamteinnahmen beliefen sich im Jahr 2025 auf CHF 1.6 Mio. und lagen damit 57 TCHF über dem budgetierten Wert. Im Vorjahr betrugen die Einnahmen CHF 1.4 Mio. Der Anstieg ist insbesondere auf die anhaltend steigende Nachfrage nach Hortplätzen und die damit verbundenen höheren Elternbeiträge zurückzuführen.
Tagesbetreuung
Mit der Einführung des Konzepts «Kinderrestaurant» über Mittag konnten zusätzliche Hortplätze geschaffen und gleichzeitig eine innovative Betreuungsform etabliert werden, die von den Kindern und den Mitarbeitenden gut angenommen wird. Infolge des Ausbaus stieg der Umsatz von CHF 1.26 Mio. im Vorjahr auf CHF 1.46 Mio. im Jahr 2025.
Der Beitrag der Schulgemeinde an die Tagesbetreuung bewegte sich in den vergangenen drei Jahren konstant bei rund 500 TCHF, dies trotz einer gleichzeitigen Umsatzsteigerung um rund 30% (von 1100 TCHF im Jahr 2023 auf 1450 TCHF). Im selben Zeitraum erhöhten sich die Personalkosten um 250 TCHF (inklusive Fremdleistungen der Sekundarschule).
Die Finanzierung der schulergänzenden Betreuung erfolgt nahezu paritätisch: 53% entfallen auf Elternbeiträge, 47% auf Beiträge von Stadt und Schule.
Weitere wesentliche Einnahmen umfassen Kursgelder für den Stütz- und Förderunterricht (Lernatelier) von 26 TCHF, Einnahmen aus Einzel- und Dauerbelegungen von Räumlichkeiten von rund 70 TCHF sowie letztmals Verkäufe von Schülertablets in Höhe von 12 TCHF.
Finanzerträge
Der Finanzertrag umfasst Zinserträge, Liegenschaftserträge sowie Gewinne aus der Neubewertung und/oder Veräusserung von Finanzvermögen. Im vergangenen Jahr wurden Finanzerträge in Höhe von 193 TCHF erzielt, budgetiert waren 175 TCHF.
Die Zinserträge aus Steuerforderungen kamen auf 31 TCHF. Aus dem Verkauf des Landes in Parpan resultierte ein Gewinn von 5 TCHF.
Die Einnahmen aus der Liegenschaftsvermietung betragen insgesamt 158 TCHF.
Transfererträge
Der Transferertrag belief sich im Jahr 2025 auf CHF 3.8 Mio. und setzte sich wie folgt zusammen:
- Grundstückgewinnsteuern: CHF 1.7 Mio.
- Schulgeld und Entschädigungen für erbrachte Dienstleistungen gegenüber der Sekundarschule sowie auswärtigen Schulgemeinden: CHF 0.2 Mio.
- Direktzahlungen des Kantons für die integrative Beschulung: CHF 0.9 Mio.
- Beitrag der Stadt an die Tagesbetreuung: CHF 0.8 Mio.
Im Jahr 2025 wurden Einnahmen aus Grundstückgewinnsteuern in Höhe von CHF 1.7 Mio. erzielt, nachdem diese im Vorjahr mit CHF 0.45 Mio. deutlich tiefer ausgefallen waren. Die Mehreinnahmen dürften zumindest teilweise auf Nachholeffekte im Zusammenhang mit der im Vorjahr genehmigten Zonenplanänderung zurückzuführen sein.
Ausserordentlicher Ertrag
Im Jahr 2025 wurde ein Erlös von 120 TCHF aus einer Vereinbarung zur Löschung eines dinglichen Rechts im Grundbuch erzielt und im ausserordentlichen Ertrag erfasst.
Im Vorjahr war im ausserordentlichen Ertrag der im Zusammenhang mit der Verselbstständigung der Zahnklinik ausgewiesene Goodwill enthalten.
Ergebnisverwendung
Mit einem Einnahmenüberschuss von CHF 3'285'165 ist das Ergebnis sehr erfreulich.
Es ist vor allem auf ausserordentlich hohe Steuermehreinnahmen zurückzuführen, die sich deutlich von den erhaltenen Prognosen unterscheiden. Es handelt sich allerdings um einen Nachholeffekt bezogen auf den Veranlagungsrückstand des Kantons und wird voraussichtlich wenig nachhaltig sein.
Für unsere laufenden Grossbauprojekte in den Schulzentren Wehrli und Seetal ist dieses Ergebnis ein Glücksfall. Es reduziert den Bedarf an Fremdkapital und die damit verbundenen Abhängigkeiten und stärkt unsere finanzielle Handlungsfähigkeit. Ohne diese Mehreinnahmen hätte, trotz der im vergangenen Jahr bewilligten Steuerfussanpassung, ein negatives Ergebnis resultiert. Das bedeutet, dass wir weiterhin sehr sorgfältig und umsichtig mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umgehen müssen.
Vorbehältlich der Genehmigung durch den Souverän sollen CHF 2’700’000 in die Reserven für Baufolgekosten eingelegt werden, während der verbleibende Gewinn von CHF 585’165 dem Eigenkapital zugeschlagen wird.
Ausblick
In den kommenden Jahren wird sich das Eigenkapital reduzieren, da die wachsende Organisation infolge steigender Schülerzahlen einen höheren operativen Aufwand mit sich bringt. Prognosen deuten zudem darauf hin, dass mit Aufwandüberschüssen zu rechnen ist.
Das deutlich verbesserte Ergebnis im Jahr 2025 sowie die per 1. Januar 2025 um 4% erfolgte Steuerfusserhöhung geben dennoch Anlass zur Hoffnung, dass weitere Steuerfusserhöhungen nach Möglichkeit vermieden werden können.
Mit den beiden Grossprojekten – dem Neubau und der Sanierung des Schulzentrums Wehrli (Projekt Schoderbach) sowie dem Erweiterungsbau Seetal – wird sich der Verschuldungsgrad wegen der Finanzierung über langfristiges Fremdkapital signifikant erhöhen. Entsprechend ist in den kommenden Jahren mit einem steigenden Finanzaufwand zu rechnen.
Die Schulgemeinde wird weiterhin konsequent darauf achten, die finanziellen Mittel effizient einzusetzen. Regelmässig überprüfen wir Kostenstrukturen und optimieren wo sinnvoll und ohne Einbussen bei der Schulqualität. Mittelfristig bleibt das Ziel bestehen, ein möglichst ausgeglichenes Haushaltsbudget zu erreichen und die finanzielle Handlungsfähigkeit langfristig zu sichern.